Die sicherste Energie ist die, die nicht benötigt wird
Selbstverständlich geht es uns zunächst einmal darum, unseren Genossen preiswerte Energie (Strom und Gas) zu liefern. Denn wir sehen nicht ein, dass sich Fremde an uns bereichern. Doch das ist nicht alles. Wenn wir verantwortungsvoll handeln wollen, dann müssen wir berücksichtigen, dass die Energieressourcen nicht grenzenlos zur Verfügung stehen werden. Wir müssen vielerorts Energie einsparen.
Beim Gashandel befindet sich die Genossenschaft momentan in der Phase der Mitgliederwerbung. Dies tun wir, obwohl wir wg. der starken Behinderungen neuer Energieversorger mit dem Gashandel noch nicht beginnen können. Dabei muss man verstehen, dass man uns nur dann unterstützt, wenn man Mitglied wird, bevor eine Gaslieferung konkret besteht. Denn je größer das Potential der Wechselwilligen aus der Gaspreis-Protestbewegung, desto größer wird das Gasvolumen, desto interessanter wird es für unsere unabhängigen Gaslieferanten, uns beim Neuzugang in den Markt zu unterstützen. Je mehr wir werden, desto bessere Chancen haben wir, dass das Projekt gelingt und desto günstiger werden die Preise. Die Preisvorteile erlangen wir nicht nur beim Gaseinkauf, sondern besonders auch durch die Tatsache, dass eine Genossenschaft keine Gewinne für Aktionäre erwirtschaften muss und daher keine ungerechtfertigten Aufschläge auf den Gaspreis vornimmt. Bei uns werden keine Aktionäre reich. Natürlich können auch wir nicht zaubern. Eine Genossenschaft ist eine Firma und muss wie jedes Unternehmen Gewinne erzielen. Doch die besondere Rechtsform (der Genossenschaft) beinhaltet einen (sozialen) Förderzweck gegenüber den Mitgliedern und ermöglicht den Rückfluss etwaiger Überschüsse.
Unser erstes Ziel, im Oktober 2006, Gas an unsere Genossen zu liefern, konnte nicht
erreicht werden, da die Bundesnetzagentur die Absenkung der Netzentgelte noch nicht festgelegt hatte. Danach waren die Rahmenverträge noch nicht fertig. Ohne diese können Verbraucher aber nicht wechseln.
Aufgrund weiterer direkter oder indirekter Behinderungen unseres Gaslieferanten, konnten wir bisher noch kein Gas liefern. Inzwischen haben wir schon viele Behinde-rungen aus dem Weg geräumt. Wir sind sicher: wie schaffen es. Der Start in den Markt geht nicht von heute auf morgen. Dazu braucht man Beharrlichkeit und Geduld.
Darüber hinaus plant die Bremer Energiehaus-Genossenschaft eG langfristige Strategien, mit denen alle Genossen in eine ökologische und verantwortungsvolle Zukunft gehen können.
Wir müssen bedenken, dass die Energie-vorräte der Erde sehr intensiv ausgebeutet werden und zur Neige gehen. Um gegen dieses bisherige, verantwortungslose, welt-weite Wirtschaften etwas entgegensetzen zu können, wird mittel- und längerfristig nur die Energieeinsparung und die Nutzung der regenerativen Energien in Frage kommen.
Die Bremer Energiehaus-Genossenschaft eG wird – nachdem sie mit dem Gas- und Stromhandel ein Standbein entwickelt hat – verstärkt mit dem Angebot von effizienten Energienutzungssystemen bei der Heizungs-technologie und Materialien zum Energie-einsparen, mit Beratungen und Energiekursen für die Genossenschaftsmitglieder ihr Angebot ausweiten.
Dabei ist eine Zusammenarbeit mit dem regionalen Handwerk und dem Handel geplant. Für die Genossen sollen diese Dienstleis-tungen und Materialien qualifizierter und preiswerter angeboten werden.
