Gas und Strom • Genossenschaftlich günstig
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Ökostrom, echter, reiner Ökostrom, grüner Strom – was ist das ?

Welcher Strom kommt aus der Steckdose?

Strom ist immateriell, weshalb sich reiner Ökostrom nicht vom normalen Strom unterscheidet. Außerdem gibt es keine gesonderten Netze nur für Ökostrom. Aus der Steckdose kommt also der „normale“ Strommix. Dennoch können Sie als Verbraucher indirekt zum Umweltschutz beitragen, weil der von Ihnen ausgesuchte Ökostromanbieter Ihren individuellen Stromverbrauch als Ökostrom ins Netz einspeisen muss. Damit erhöht sich der Anteil an Ökostrom im Gesamtnetz, vorausgesetzt, Sie haben einen Anbieter von reinem Ökostrom gewählt.

Worauf muss ich achten, wenn ich „echten“ Ökostrom haben will ?

  • Ihr Stromanbieter sollte in neue Anlagen zur Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen investieren.
    Viele Stromanbieter verkaufen Strom aus z.B. alten, lange abgeschrieben Anlagen z.B. Wasserkraftwerken (z.B. Schweiz oder Norwegen). Der Anteil Ökostrom am Gesamtstrommix wird dabei nicht erhöht, der höhere Preis ist nicht gerechtfertigt.
  • Die neuen Anlagen müssen über das EEG (erneuerbare Energien-Gesetz) hinaus gefördert werden.
    Bei neuen Anlagen, die nach dem EEG vergütet werden, zahlt der Netzbetreiber dem Ökostromerzeuger einen Festpreis, der die erhöhten Kosten bei der Erzeugung deckt. Dieser erhöhte Anteil wird auf alle Stromverbraucher, also auch auf diejenigen, die den normalen Strommix beziehen, umgelegt. Der höhere Preis für Ökostrom ist nur dann gerechtfertigt, wenn damit Anlagen über das EEG hinaus gefördert werden. Sonst werden nur die Kassen des Stromanbieters gefüllt, ohne den Anteil Ökostrom am Gesamtstrom zu erhöhen.
  • Stromsiegel helfen, Anbieter von „echtem“ Ökostrom zu finden. Hinweise hierzu >>> hier