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Klimapolitik in Bremen

Klimapolitik in Bremen

Was ist Klimapolitik?

Das Ziel der Klimapolitik ist die Eindämmung der globalen Erwärmung durch konkrete Maßnahmen. Lange Zeit galt dies in Deutschland als Aufgabe des Bundes, doch mittlerweile hat sich das Politikfeld Klimapolitik auch auf Landesebene durchgesetzt.
Die politischen Strategien zur Eindämmung der Erderwärmung sollen hauptsächlich eine Minderung der Treibhausgasemissionen bewirken. Da der Energieverbrauch der Gesellschaft jedoch steigt, müssen Potenziale für eine effizientere Energienutzung ausgeschöpft werden. Als politische Maßnahmen können zum Beispiel Emissionen von Treibhausgasen bepreist und klimaschonende Projekte gefördert werden.
Nur wenn auch Länder und Kommunen mitziehen, kann das nationale Klimaziel erreicht werden. Daher orientieren sich alle Maßnahmen an dem Leitziel die Treibhausgasemissionen der Industrieländer bis 2050 um mindestens 80% gegenüber dem Niveau von 1990 zu senken. Als Zwischenziel bis 2020 war eine Senkung um 40% vorgesehen.

Klimapolitik in Bremen

Das Land Bremen hat im Jahr 2009 in seinem “Klimaschutz- und Energieprogramm 2020” Strategien für den bremischen Klimaschutz formuliert.
Der Maßnahmenkatalog des bremischen Klimaschutz- und Energieprogramms geht über die Erzeugung von Strom bis zur Information und Beratung über dessen effiziente Nutzung. Berücksichtigt wurden außerdem die Themen Wärmeversorgung, Verkehr und Mobilität, Wirtschaft, Gebäude, Klimaforschung – Themenfelder, die Potenzial für Energieeinsparungen bieten.

Klimaziel 2020

Wie ist der Zwischenstand, konnte das CO2-Minderungsziel für 2020 erreicht werden?
Leider nicht. Der Wert von 1990 der um 40% gesenkt werden sollte, lag bei rund 7,1 Millionen Tonnen CO2. Recht früh stellte sich anhand berechneter Szenarien heraus, dass eine 40-prozentige CO2-Minderung bis 2020 in Bremen nicht erreicht werden kann. Bis 2016 konnte nur ein Rückgang von etwa 15% erreicht werden und 2018 wurde die voraussichtliche Verfehlung des Minderungs-Ziels angekündigt.
Doch woran liegt das?
Im Bereich „Haushalte, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen, übrige Verbraucher“ ist der Energieverbrauch deutlich gestiegen und auch CO2-intensive Energieträger wie Mineralöl kamen vermehrt zum Einsatz. Die Abweichung von den Szenarien wird unter anderem mit einem Bevölkerungswachstum und der Wirtschaft erklärt. Auch die gesteigerte Müllverbrennung, die dem verarbeitenden Gewerbe zugeordnet wird, trägt zu den erhöhten Emissionswerten bei. Ein weiterer Punkt in dem sich viele Politiker einig sind, ist Verkehr und Mobilität – laut Ihnen muss der öffentliche Personennahverkehr noch intensiver gefördert werden, um Menschen zum Umsteigen zu bewegen.
Um die Klimapolitik wieder auf Kurs zu bringen, wurden zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen formuliert – in der Hoffnung, dass das Ziel für 2030 erreicht werden kann.

Ihr wollt noch mehr Informationen zur Klimapolitik in Bremen?
Hier könnt ihr euch informieren:
Klima & Energie in Bremen
Klimaschutz- und Energieprogramm 2020

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